Salon der Heimatgefühle

Foto: Franzi Kreis

PERFORMANCE – KAMMERMUSIK – GSPÜRIGE GESPRÄCHE 

TANZBODEN – MEDITATION – KULINARISCHE SCHMANKERL 

SALON DER HEIMATGEFÜHLE
26. Oktober 2019
Aktionsradius am Gaußplatz 11
10:30 Ankommen – 11:00 Beginn – Ende 22:00 Uhr

Welche Gefühle tauchen auf, wenn du das Wort Heimat hörst?

Wir werden alle irgendwo geboren, wachsen irgendwo auf, möglicherweise mit Bezug zum Heimatland oder eher nicht, möglicherweise stark verwurzelt oder lieber anderswo oder nirgendwo. Vielen fällt es leichter sich im eigenen Grätzl oder in der Welt heimatlich zu fühlen als in einem Land, zum Beispiel in Österreich.

Es war gerade Wahlkampf, bald ist wieder Staatsfeiertag, es wird viel von Heimat gesprochen – doch: Was bedeutet es für jede*n von uns wirklich, uns wo „daheim“ zu fühlen? Wie fühlt es sich an, hier zu leben und gleichzeitig immer (noch) als „fremd“ angesehen zu werden? Wie wirkt sich das aus, wenn die eigenen (Groß)-Eltern Nazis bzw. Mitläufer*innen waren? Oder wenn sie einst hier ihr Zuhause hatten und von da fliehen mussten? Wie geht das, sich an einem Ort (wieder) zu beheimaten? Können wir auch viele Heimaten gleichzeitig haben? Oder ist Heimat immer da, wo unsere Füße gerade den Boden berühren?

Foto: Franzi Kreis

Rund um all diese Fragen gibt es vielleicht so einige innere und äußere Bewegungen, die endlich mal raus wollen. Ein Team an Performer*nnen, Musiker*innen, Moderator*innen, Raumhalter*innen, Köch*innen und unterstützenden Kräften wird am 26. Oktober 2019 einen Raum öffnen, um die ganz eigene Beziehung zu unseren vielschichtigen Heimaten zu erforschen. Wut, Scham, Liebe, Heimweh und noch mehr – alle Gefühle sind willkommen.

Im gemütlichen Ambiente des Aktionsradius am Gaußplatz in Brigittenau interpretieren wir gepflegte Wiener Salonkultur neu: Hier trifft sich Tradition mit zeitgenössischem Ausdruck, Performance mit Apfelstrudel, zünftiges Tanzen mit Meditation und so manch inspirativer Input mit fein gspürigen Gesprächen.

Der Salon der Heimatgefühle ist offen für Menschen jeder Herkunft, jeden Geschlechts, jeglicher sexueller (Nicht-)Orientierung, in jeglicher (Nicht-)Beziehungsform lebend und mit jeder Form von körperlicher Besonderheit.

Als Impulsgeber*innen zugesagt haben bereits:

  • „The Austrian Encounter“ – eine Gruppe von (Enkel-)Kindern von Nazis und Holocaust-Überlebenden
  • Barry Davis, Journalist der Jerusalem Post, dessen Mutter in der Nähe des Augartens zur Schule ging und dank des Kindertransports rechtzeitig aus Wien fliehen konnte.
  • Das Kollektiv „reclaim the dirndl“ – das sich an öffentlichen Plätzen trifft um Dirndl-Schürzen mit widerständigen Sprüchen zu besticken.
  • Shao Hui He, Fotograf  und stiller Redner – geboren und wohnhaft in Österreich mit chinesischen Wurzeln. Als beständiger Beobachter des Lebens beschäftigt ihn die Frage „Woher kommst du?“.

TEAM

Teresa

Mario aka Touched

Simon

Karoline

Initiatorin und Moderation: Teresa Distelberger
Künstlerische Gestaltung und Performance: Mario Sinnhofer aka Touched, Simon Mayer und Teresa Distelberger
Raumhalterin: Karoline Maria Wibmer
Kulinarik: Uta Stromberger

Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen der Stadtlabore „Musik findet Stadt“ – einer Kooperation von brunnenpassage und Wiener Konzerthaus, gemeinsam mit Kopfhoch, Künstler*innen von Volxfest, dem Aktionsradius am Gaußplatz 11 und art of co.

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Simon Mayer wird den Salon der Heimatgefühle mit Geige & Tanz begleiten - und zum Mitmachen einladen.

Foto: Shao Hui He

WORKSHOPS

Simon Mayer und Teresa Distelberger bieten gemeinsam in den Wochen vor dem „Salon der Heimatgefühle“ zwei Abend-Workshops an: „Daheim in mir“ und „Daheim im Wir“. Mit Tanz und Gesprächen gibt es hier eine gute Gelegenheit, sich den eigenen Themen rund um Heimat und Volkskultur schon mal spielerisch zu nähern – oder sich selbst über diese Wochen hinweg einen kontinuierlichen Erfahrungsraum für innere Prozesse zu gestalten.

Donnerstag 10. Oktober und 17. Oktober 2019 – je 18:30 – 20:30 Uhr
Ort: MA17 Integration und Diversität – an der Ecke Pappenheimgasse und Jägerstraße 57-55, 1200 Wien

Mehr Infos auf der Facebook-Eventseite.

HILFREICHE INFOS

SPRACHE

Die Standardsprachen sind Dialekt, Hochdeutsch und Englisch – hier werden wir für Übersetzungen in unterschiedlicher Weise Sorge tragen. Alle weiteren Übersetzungsbedürfnisse werden wir uns bemühen mit Hilfe von Händen, Füßen und der kollektiven Mehrsprachigkeit im Raum zu meistern.

ZEITEN

Wir bitten um pünktliches Erscheinen um 10:30 Uhr, sodass ein gutes Ankommen für Alle möglich ist bevor wir um 11:00 Uhr beginnen. Wir bitten darum, am gesamten Programm teilzunehmen, um den ganzen Bogen gemeinsam zu erleben. Der Salon endet mit einem geselligen Abend bis 22:00 Uhr.

BEITRAG ZUM SALON

Von 0,- (Sozialtarif) bis 99,- (Mäzen*in) – Alle sind herzlich willkommen. – Bitte um Barzahlung vor Ort.

ESSEN

Apfelstrudel ist im Salonbeitrag inkludiert.
Es wird darüber hinaus gegen Spende ein Mittag- und Abendessen angeboten (auch vegan und glutenfrei).

DRESSCODE

„Authentisch-elegant, gerne mit Heimatbezug, global bis lokal.“

Wir laden dazu ein, durch den Dresscode für sich selbst eine zusätzliche besondere Erfahrung zu kreieren in der Beschäftigung mit den eigenen Heimatgefühlen. Eine inspirierende Frage auf der Suche nach den passenden Kleidungsstücken könnte beispielsweise sein:
Wie würde ich aussehen, wenn man mir ansehen würde wo ich mich überall zugehörig fühle?

Dresscode-Zusatzinfo am 22. Oktober:

„Puh. Und dann noch dieser Dresscode… Als wäre das Heimat-Thema an sich nicht schon herausfordernd genug.“
Von Manchen erhalten wir die Rückmeldung es wäre schwierig, über die Kleidung auszudrücken, wo ÜBERALL sie sich zugehörig fühlen. Unser Vorschlag soll jedoch keine großen Schwierigkeiten erzeugen, sondern ist so gemeint, dass sich Menschen sehr oft zu mehreren unterschiedlichen Ländern/Gruppen/Familien/Musikstilen/etc.. zugehörig fühlen.
Und wir laden einerseits dazu ein, mehrere dieser vielleicht scheinbar gegensätzlichen Felder zu kombinieren – und andererseits bietet der Salon auch die Möglichkeit, dich an die traditionelle Kleidung des Landes (oder der Familie) anzunähern, in dem du lebst oder wo du geboren bist. Sollte dir bei einem ganz konkreten Kleidungsstück oder bei dem Gedanken generell etwas unwohl werden, dann.. könnte das ebenso eine Fährte sein, der es sich lohnt zu folgen. Es ist nicht auszuschließen, dass in diesem Stück Heimaterde verborgene Schätze für dich lagern. Oder lässt sich mit zwei bestimmten Kleidungsstücken vielleich sogar die Zugehörigkeit und die Ablehnung kombinieren?
Wie auch immer du entscheidest – selbst wenn du in Jeans und T-shirt kommen magst, ist das ein passender Ausdruck dessen, in welcher Kleidung du dich daheim fühlst.
Dresscode erfüllt! ;)

 

Sollten noch Fragen offen sein, bitte einfach um eine Mail an teresa@artofco.com.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Skills: performance, workshop